Die besten Sonnenbrillen zum Wandern, Trekking und für Outdoor-Abenteuer

Lesedauer: 5 Min
Die besten Sonnenbrillen zum Wandern, Trekking und für Outdoor-Abenteuer

Inhaltsverzeichnis

Eine Tour in den Bergen oder eine mehrstündige Wanderung fordert eine Sonnenbrille auf eine Weise, wie es der Alltag in der Stadt nie tut. Das Licht wechselt ständig, die Strahlung nimmt mit der Höhe zu, der Schweiß lässt die Fassung verrutschen und das Gelände wirft Licht von unten zurück. Beim Wandern und Trekking entscheidet deshalb nicht der Stil, sondern die Filterkategorie des Glases und wie gut die Brille zu den Bedingungen der Tour passt.

Dieser Ratgeber wiederholt nicht die allgemeinen Eigenschaften einer Sportbrille, die der Beitrag über leichte Sonnenbrillen für den Sport bereits behandelt. Hier geht es um das, was sich wirklich ändert, sobald Sie den Asphalt verlassen und aufsteigen.

Warum das Wandern besondere Anforderungen stellt

Die UV-Strahlung ist nicht konstant. Sie nimmt mit jedem Höhenmeter zu, weil die schützende Luftschicht dünner wird. Dieselbe Wanderung auf Meereshöhe oder auf 1.500 Metern setzt die Augen also sehr unterschiedlichen Mengen an UV-Licht aus. Warum verlässlicher Schutz so wichtig ist, erklärt der Beitrag über den UV-Schutz bei Sonnenbrillen.

Hinzu kommt die Reflexion des Bodens. Frischer Schnee wirft einen großen Teil der Strahlung zurück, aber auch heller Fels, Geröll und sandige Wege spiegeln Licht von unten, also aus einem Winkel, gegen den ein Hutrand nichts ausrichtet. In den Bergen wird Schutz damit auch zur Frage der Abdeckung: Wie viel des Sichtfelds, einschließlich der Seiten, ist tatsächlich geschützt?

Filterkategorie 3 oder 4: die wichtigste Entscheidung

Sonnengläser werden nach Filterkategorie von 0 bis 4 eingeteilt, je nachdem, wie viel sichtbares Licht sie durchlassen. Beim Wandern fällt die Wahl fast immer zwischen zwei Kategorien:

  • Kategorie 3: die vielseitigste Wahl. Geeignet für starke Sonne, offene Wege und den Sommer, und damit für die meisten Wanderungen ausreichend.
  • Kategorie 4: für extreme Helligkeit reserviert, etwa im Hochgebirge und auf Schnee. Sie lässt sehr wenig Licht durch und bietet dort zusätzlichen Schutz, wo Kategorie 3 nicht genügt.

Ein wichtiger und oft übersehener Punkt: Gläser der Kategorie 4 sind nicht zum Autofahren geeignet, gerade weil sie so dunkel sind. Wer morgens die Tour geht und abends mit dem Auto zurückfährt, sollte das bedenken und im Zweifel ein zweites Paar mitnehmen oder auf Kategorie 3 setzen. Und noch etwas: dunkel bedeutet nicht geschützt. Ein sehr dunkles Glas ohne ausreichenden UV-Filter weitet die Pupille und kann das Auge am Ende stärker belasten.

Das Licht wechselt entlang des Weges

Kaum eine Umgebung ist so wechselhaft wie eine Bergtour. Das richtige Glas hängt stark vom Gelände ab, das Sie durchqueren.

Im Wald und unter Baumbestand

Auf Waldwegen springt das Licht alle paar Schritte zwischen tiefem Schatten und blendenden Lichtungen. Das ist die Domäne selbsttönender Gläser, die von allein heller und dunkler werden. Bei Nebel oder diffusem Licht steigern gelbe Gläser den Kontrast und helfen, den Untergrund besser zu lesen.

Offenes Gelände und Fels

Auf freien Graten, hellem Fels und sonnigen Steigen geht es vor allem darum, die Blendung zu senken, ohne die Farben zu verfälschen. Braune und graue Tönungen sind hier die sicherste Wahl und sorgen für ein ruhiges, kontrastreiches Bild. Braune Gläser heben zudem den Kontrast leicht an, was auf unebenem Untergrund hilft, Stufen und Wurzeln früher zu erkennen.

Im Schnee und Hochgebirge

Der Schnee ist die anspruchsvollste Umgebung überhaupt. Die Kombination aus direkter und reflektierter Strahlung kann zu Schneeblindheit führen, einer schmerzhaften Reizung der Hornhaut, die erst Stunden später auftritt. Hier sind Kategorie 4, seitliche Abdeckung und Disziplin gefragt. Wie Sie Ihre Augen bei Schnee optimal schützen, zeigt der Beitrag über die beste Sonnenbrille für den Skiurlaub.

Polarisiert: ein Vorteil mit einer Einschränkung

Die Polarisation senkt Reflexe und ist an Bergseen, Bächen und nassem Fels willkommen. Es lohnt sich aber, die Kehrseite zu kennen: Ein polarisiertes Glas kann das Ablesen von LCD-Displays erschweren, etwa am Smartphone oder GPS-Gerät, und die Wahrnehmung nasser Flächen oder von Eisplatten verändern. Was Polarisation genau bewirkt, erklärt der Beitrag darüber, was Polarisation bei Sonnenbrillen bedeutet. Es ist kein Argument dagegen, sondern für eine bewusste Wahl.

Beschlagen bei Anstiegen

Es ist das Problem, mit dem niemand rechnet und das jeder kennt: Mitten in einem steilen Anstieg lassen Körperwärme und Schweiß die Gläser in Sekunden beschlagen. Einige Maßnahmen mindern das deutlich:

  • Fassungen mit Belüftung am oberen oder seitlichen Rand wählen
  • Gläser mit Antibeschlag-Behandlung bevorzugen
  • Die Brille an den steilsten Passagen leicht vom Gesicht abrücken, damit Luft zirkuliert
  • Die Gläser nie mit dem verschwitzten Shirt reinigen, das ist der schnellste Weg zu Kratzern

Sicherer Sitz bei Anstrengung

Eine Brille, die bei jedem Schritt verrutscht, landet früher oder später im Rucksack, und ohne Schutz ist alles andere zweitrangig. Bei Schweiß zählt Halt mehr als fester Druck: rutschfeste Nasenpads, Bügelenden aus Gummi und, auf anspruchsvollen Touren, ein einfaches Halteband lösen das Problem. Achten Sie außerdem auf die Verträglichkeit mit Mütze, Kappe oder Helm, die die Position der Bügel verändern. Gerade auf langen Touren machen sich Druckstellen hinter den Ohren nach einigen Stunden bemerkbar.

Robustheit und Aufbewahrung

Bei einem Sturz auf technischem Gelände oder durch aufspritzendes Geröll wirken erhebliche Kräfte. Deshalb zählt beim Wandern das Material des Glases: Polycarbonat ist die gängigste Wahl, weil es besonders schlagfest und leicht ist. Wird die Brille abgenommen, weil der Himmel zuzieht oder Sie in den Wald eintreten, gehört sie in ein festes Etui und nicht in eine Seitentasche mit Schlüsseln. Sind die Gläser doch zerkratzt, erklärt der Beitrag über das Entfernen von Kratzern auf Brillengläsern, was hilft und was nicht.

Ein Modell oder mehrere?

Wer häufig zwischen verschiedenen Umgebungen wechselt, überlegt oft, ob ein vielseitiges Modell oder mehrere spezialisierte Brillen sinnvoller sind. Ein selbsttönendes Glas ist der praktischste Allrounder und deckt mit nur einer Brille die meisten Situationen ab. Für maximale Leistung pro Gelände kann ein zweites Paar mit Wechselgläsern eine Überlegung wert sein. Für die meisten Wanderinnen und Wanderer genügt jedoch eine gute, vielseitige Brille, die bequem sitzt und zuverlässig schützt.

Am Ende gibt es nicht die eine ideale Brille für jede Tour, sondern das passende Glas für jedes Gelände und jedes Licht. Mit diesem Kriterium im Kopf lohnt sich der Blick in die Auswahl an Sonnenbrillen von Amevista, damit Sie nach Gelände, Höhe und Sitz entscheiden und nicht nach dem Schaufenster.